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Wochenrückblick 28/2017

Der (nicht nur) kulinarische Wochenrückblick ist kulinarisch diese Woche nicht so üppig. Anfang der Woche war es so heiß, dass ich meist nur ein belegtes Brot zu Abend gegessen habe und das Mittagessen war auch nicht besonders spektakulär. Dafür habe ich mir diese Woche ein paar Gedanken zum Thema Frauen, Gleichberechtigung und Vorbilder gemacht!

Gegessen:
Gegrilltes Putensteak mit meinem liebsten Wassermelonen-Radieschen-Salat mit Minze und Ziegenfrischkäse - das Rezept für den Wassermelonen-Radieschen-Salat findet ihr hier im Rezept-Archiv.


Auswärts gab es für mich einen Pulled Pork Burger mit Coleslaw beim Karlsruher Bloggerstammtisch, der diesen Monat in Watt´s Brasserie in Ettlingen stattfand. Ganz anständig, aber nicht überwältigend und mit 14,50 Euro auch eher hochpreisig.


Und diese Woche haben wir gleich noch mal gegrillt. Zum Putensteak gab es einen fruchtigen Tomaten-Nektarinen-Salat mit Hüttenkäse nach diesem Rezept.


Gelesen:
"Kaffeenazis kann ich nicht leiden"  - ein Interview mit Horst A. Friedrichs über angesagte Cafés und Dripster-Läden. Ihr wisst nicht, was Dripster ist? Wusste ich bis zu diesem Artikel auch nicht!
Modisch gekleidete Herren - peinlich oder cool? Die peinlichsten Peacocks von der Pitti Uomo in Florenz.

Gedacht:
Die Sichtbarkeit von Frauen in den Medien ist ja (leider - oder zum Glück) ein Dauerthema. Maria Furtwängler (ja, die "Tatort"-Kommissarin) hat in einer Studie untersucht, wie die Geschlechter in deutschen Film- und Fernsehproduktionen dargestellt werden. Das Ergebnis: es mangelt an weiblichen Vorbildern. Kurz danach habe ich den Blogbeitrag "Wo die großen Egos wachsen" gelesen, in dem Julia Bähr einen Zusammenhang zwischen der Omnipräsenz männlicher Superhelden und dem überwiegend großen Selbstbewusstsein von Männern herstellt. Ich fand beide Artikel hochinteressant. Aber können Frauen nur dann Selbstbewusstsein entwickeln und / oder beruflich aufsteigen, wenn sie Vorbilder haben? Das glaube ich nicht. Meine Mutter ist seit meiner Geburt Hausfrau (und sehr zufrieden damit). In meiner Jugend kannte ich keine Karrierefrauen in Führungspositionen. Und trotzdem war für mich schon seit meiner Jugend klar: ich bleibe nicht zuhause, wenn ich mal Kinder habe. Ich möchte Karriere machen und eine Führungsposition. Ich habe auch schon immer gerne Verantwortung übernommen, war Klassensprecherin und Mannschaftskapitänin. Meine Eltern haben mich immer darin bestärkt, meine Fähigkeiten zu nutzen, an mich zu glauben, und mir die bestmögliche Ausbildung ermöglicht. Ich denke, das hatte einen sehr viel größeren Einfluss auf meinen Lebensweg als eine weibliche Superheldin in einem Film es je hätte haben können. Aber vielleicht bin ich ja ein Einzelfall - denn in vielen Management-Meetings bin ich die einzige Frau in der Runde. Wie seht ihr das? (Starke weibliche Darstellerinnen in Filmen finde ich natürlich trotzdem super!)

Herzhafter Petersilien-Schmarrn mit Bergkäse und Bacon

Süßen Kaierschmarrn kennt wohl jeder. Ich mag aber auch sehr gerne herzhafte "Schmarrn" und habe auf dem Blog bereits Rezepte für einen Rübli-Schmarrn und einen würzigen Bärlauch-Schmarrn veröffentlicht. Heute habe ich nun einen herzhaften Petersilien-Schmarrn mit Bergkäse und Bacon für euch. Das Rezept habe ich auf der Webseite von "essen & trinken" gefunden und es hat mich voll überzeugt! Ein wunderbar fluffiger Schmarrn, der durch den Bergkäse und die Petersilie sehr schön aromatisiert wird. Prima!

Herzhafter Petersilien-Schmarren mit Bergkäse und Bacon

Rezept: Herzhafter Petersilien-Schmarrn mit Bergkäse und Bacon
(für 2 Portionen)

Zutaten:
3 Eier
180g Mehl
300ml Milch
Salz, Pfeffer
6 Stängel glatte Petersilie
4 Scheiben Bacon (Frühstücksspeck)
40g Bergkäse
1 EL Butter
2 EL Öl

Zubereitung:
Eier trennen. Eigelbe in einer großen Schüssel mit dem Mehl und der Milch mit dem Schneebesen verrühren. Mit Salz und Pfefer würzen. Petersilie waschen, trocken schütteln, die Blätter von den Stängeln zupfen und bis auf einige Blätter für die Deko fein hacken. Gehackte Petersilie unter den Teig rühren. Teig 15 Minuten quellen lassen.

In der Zwischenzeit den Bacon in einer beschichteten Pfanne ohne Fett goldbraun und knusprig braten. Speck herausnehmen, auf Küchenpapier abtropfen lassen. Bergkäse auf einer Vierkantreibe grob reiben.

Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Eiweiß mit einer Prise Salz mit den Quirlen des Handrührgeräts steif schlagen. Eischnee nach und nach unter den gequollenen Schmarren-Teig heben. Geriebenen Käse ebenfalls unterrühren.

In einer großen ofenfesten Pfanne Butter und Öl erhitzen. Schmarren-Teig hineingießen und bei mittlerer Hitze 2 Minuten stocken lassen. Pfanne mit dem Schmarren-Teig auf die mittlere Schiene im Backofen stellen und den Petersilien-Schmarren 10 bis 15 Minuten backen.

Petersilien-Schmarren aus dem Backofen nehmen und die heiße Pfanne erneut auf den Herd stellen. Schmarren mit zwei Holzkochlöffeln zerzupfen und nochmals kurz in der Pfanne rundherum anbraten.

Petersilien-Schmarren portionsweise auf Teller geben, mit Bacon-Streifen belegen und mit beiseite gelegten Petersilienblättern garnieren. Sofort servieren.

Wochenrückblick 27/2017

Ja, ist denn schon Montag? Offensichtlich verging das Wochenende viel zu schnell, ich habe es nämlich nicht geschafft, den (nicht nur) kulinarischen Wochenrückblick pünktlich zu veröffentlichen. Daher kommt er heute mit einem Tag Verspätung, ist aber hoffentlich genauso lesenswert ;-)

Gegessen:
Zuckerschoten-Romana-Salat mit hartgekochtem Ei, Laugen-Croutons und Parmesan. Das Rezept habe ich am Donnerstag schon auf dem Blog veröffentlicht.


Herzhafter Petersilien-Schmarren mit Bergkäse und Speck. Die zweite Portion habe ich mit ins Büro genommen und dort als Mittagessen verspeist. Auch aufgewärmt noch mal sehr lecker!


Auswärts gab es Kartoffelgratin mit Salat (6,20 Euro) im Glashaus in Karlsruhe für mich - ohne Foto.

Ich habe mal wieder einen Lieblingskuchen meines Mannes gebacken, den "Kirschplotzer". Das Rezept ist schon lange auf meinem Blog und erfreut sich immer noch (und zu Recht!) großer Beliebtheit.

Kirschplotzer - Kirsch-Schoko-Kuchen in der Springform


Gelesen:
Das unschöne Ende eines 40 Jahre währenden Arbeitsverhältnisses: 3-Sterne-Koch Harald Wohlfahrt klagt vor dem Arbeitsgericht um Weiterbeschäftigung als Küchenchef des Restaurants Schwarzwaldstube im Hotel Traube Tonbach in Baiersbronn.
Warum die immer weiter verbreitete Angst vor bzw. Vermeidung von Gluten gut fürs Geschäft ist: lukrativer Irrglaube. Übrigens lohnt es sich sehr! die "Brand Eins" regelmäßig zu lesen, ich habe ein Abo und lese jede einzelne Ausgabe von vorne bis hinten.

Zuckerschoten-Romana-Salat mit Laugen-Croutons und Parmesan

Ihr wisst ja: Kohlenhydrate machen (mich) glücklich. Aber manchmal mag ich dann doch keine Pasta, sondern habe richtig Lust auf einen knackigen, frischen Salat, der gleichzeitig auch sättigt. Der Zuckerschoten-Romana-Salat mit Laugen-Croutons und Parmesan fällt in diese leckere Salat-Kategorie. Das Rezept habe ich auf der Webseite von Living at Home gefunden und kann euch das Nachkochen nur empfehlen! Weiterer Pluspunkt: dieses Essen steht in ca. 20 Minuten fix und fertig auf dem Tisch!

Zuckerschoten-Romana-Salat mit Laugen-Croutons und Parmesan

Rezept: Zuckerschoten-Romana-Salat mit Laugen-Croutons und Parmesan
(für 2 Portionen)

Zutaten:
2 Eier
1 TL Senf
1 TL flüssiger Honig
1,5 EL Weißweinessig
5 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
200g Zuckerschoten
1/2 Laugenbrezel oder -brötchen
1 Romana-Salatherz
30g Parmesan am Stück

Zubereitung:
Eier in 8-10 Minuten hart kochen, kalt abschrecken und schälen.

Zuckerschoten waschen, putzen und in kochendem Salzwasser 4 Minuten kochen. In ein Sieb abgießen, abschrecken und abtropfen lassen.

Für das Salatdressing Senf, Honig und Weißwein miteinander vermischen, mit Salz und Pfeffer würzen. 3 EL Olivenöl untermischen.

Für die Laugen-Croutons die Brezel oder das Laugenbrötchen in kleine Würfel schneiden. 2 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Laugenwürfel darin bei mittlerer Hitze rundherum goldbraun anrösten.

Salatherz putzen, waschen, trocken schleudern und den Salat in dünne Streifen schneiden. Zuckerschoten und Salat mit dem Dressing vermischen. Eier längs vierteln.

Zuckerschoten-Romana-Salat portionsweise auf Teller geben, jeweils 4 Eier-Viertel auf den Salat setzen. Laugencroutons auf dem Salat verteilen und mit frisch gehobelten Parmesanspänen garnieren. Sofort servieren.

Linsenpuffer mit Joghurt-Dip [Essen für Kleinkinder]

Ich hatte neulich schon mal erwähnt, dass ich langsam aber sicher versuche, für meine Tochter keine "Extrawurst" mehr zuzubereiten, sondern Essen zu kochen, das die gesamte Familie essen kann. Die Linsenpuffer mit Joghurt-Dip nach einem Rezept aus der "LandGenuss" waren so ein Fall. Meine Tochter mochte vor allem den Joghurt-Dip, aber nachdem sie ihn komplett aufgelöffelt hatte, hat sie auch einen Linsenpuffer gegessen ;-)

Im Originalrezept waren die Linsenpuffer wie Frikadellen geformte Linsenbratlinge, aber da ich vergessen hatte, die Linsen nach dem Kochen in einem Sieb abtropfen zu lassen, wurden bei mir daraus Linsenpuffer.  Wenn bei euch die Konsistenz fest genug ist, um aus der Linsenmasse Bratlinge zu formen, könnt ihr das natürlich tun. Dem Geschmack tat es keinen Abbruch, dass es Puffer statt Bratlinge wurden!

Bratlinge aus roten Linsen mit Joghurt-Quark-Dip

Rezept: Linsenpuffer mit Joghurt-Dip
(für 4 Portionen)

Zutaten:
1 kleine Zucchini
1 Zwiebel
5 EL Rapsöl
Salz, Pfeffer
200g rote Linsen
1/2 TL rosenscharfes Paprikapulver
500ml Gemüsebrühe
3 Stängel glatte Petersilie
120g Quark (20% Fett)
100g Joghurt (3,5% Fett)
Zucker
1 TL Zitronensaft
60g feine Haferflocken
1 Ei

Zubereitung:
Zucchini waschen, putzen und auf einer Vierkantreibe grob raspeln. In einer großen Pfanne 1 EL Rapsöl erhitzen. Zucchiniraspel darin 3 Minuten andünsten, mit Salz und Pfeffer würzen. Zucchiniraspel aus der Pfanne nehmen, in einem Sieb abtropfen lassen.

Zwiebel schälen und fein hacken. 1 EL Öl in einen Topf geben. Zwiebelwürfel darin glasig dünsten. Linsen zugeben, ebenfalls andünsten. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen. Dann die Gemüsebrühe zugießen, einmal aufkochen lassen. Hitze reduzieren und die Linsen bei mittlerer Hitze zugedeckt in ca. 10 Minuten gar kochen.

Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Petersilie bis auf einige Blätter für die Deko fein hacken.

Für den Joghurt-Dip 80g Quark mit dem gesamten Joghurt verrühren, mit Salz, Pfeffer, einer Prise Zucker und dem Zitronensaft würzen. Gehackte Petersilie unterrühren.

Für die Linsenpuffer die Linsen in ein Sieb abgießen, abtropfen lassen. Gekochte Linsen mit den Zucchini, den Haferflocken, 40g Quark und dem Ei vermischen.

In einer großen Pfanne 1 EL Rapsöl erhitzen und je einen großen EL von der Linsenmischung als Linsenpuffer in die Pfanne geben. Linsenpuffer nacheinander bei mittlerer Hitze in ca. 5-8 Minuten von beiden Seiten braten, dabei bei jeder neuen Pfanne Linsenpuffer wieder etwas Öl in die Pfanne geben.

Linsenpuffer mit Joghurt-Dip anrichten, mit der restlichen Petersilie bestreuen und sofort servieren.